09. November 2017 Uta Knebel

Gedenken an das Novemberpogrom 1938

In der Reichskristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 fand die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung im damaligen Deutschen Reich eine neue Eskalationsstufe.

Vom nationalsozialistischen Regime organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung im gesamten Deutschen Reich kostete mehreren hundert Menschen jüdischen Glaubens das Leben durch Gewalt oder Suizid.

Gebetsstuben und Synagogen gingen in Flammen auf. Ein Bild der Zerstörung und blinden Hasses stellte sich den Menschen dar.

Die Bevölkerung stand oft sprachlos diesen Gewaltexzessen gegenüber. Es fanden sich aber auch Täter und Ihnen.

Dieser "Volkszorn" war nicht aus dem Moment geboren. Juden waren schon lange Zielscheibe für Hass und Ohnmacht, geboren aus den wirtschaftlichen Notlagen der Bevölkerung. Bereits damals hatten Politiker erkannt, dass Menschen bereit waren, sich von humanistischen und christlichen Grundwerten abzuwenden, wenn sie ihre Notlage auf andere Personengruppen projizieren konnten.

Das Vorgehen in der Nacht der Pogrome 1938 wurde von Seiten des Deutschen Reiches toleriert. Die Täter gingen straffrei aus.

Gewalt gegen anders Denkende ist ein legitimes Mittel. Auf dieser Erkenntnis aufbauend, wurden die Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung immer drastischer und gipfelten schließlich im Holocaust.

Diese Geschichte darf sich nicht wiederholen.

Wir gedenken der Opfer dieser Zeit und vergessen nicht die damit verbundene Mahnung.

Kein Mensch hat das Recht, sich über andere Manschen zu erheben! Nur im respektvollen Miteinander ist die Entwicklung eines jeden Menschen zu einem Mitglied der Gesellschaft möglich. Und nur so können Anfeindungen, Gewalt und Krieg verhindert werden.

Uta Knebel

Kategorien: Kreisverband Meißen

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